Unter dem Ausdruck infantile Zerebralparese oder Cerebralparese − von cerebrum (Gehirn) und parese (Lähmung) − versteht man Bewegungsstörungen, deren Ursache in einer frühkindlichen Hirnschädigung liegt. Die dadurch hervorgerufene Behinderung ist charakterisiert durch Störungen des Nerven- und Muskelsystems im Bereich der willkürlichen Bewegungskoordination. Am häufigsten sind spastische Mischformen und eine Erhöhung der Muskelspannung.

 

Infolge der spastischen Lähmung kommt es zur Gelenkversteifung, wobei die Beugemuskeln und die Adduktoren von der Spastik betroffen sind:

  • Die Hüfte steht angewinkelt gebeugt und nach innen gedreht. (innenrotiert und adduziert)
  • Ellenbogen, Handgelenk, Finger und Kniegelenk neigen zur Beugeversteifung. (Flexion)
  • Der Unterarm ist stark gebeugt und der Daumen ist nach innen gedreht. (Pronation)
  • Das Sprunggelenk und der Fuß stehen in Spitzfußstellung.
  • Die Wirbelsäule zeigt eine hochgradige Verkrümmung (Skoliose).